Tests und Erfahrungen

ASTEUS Steaker Test

Asteus AST 800 Steaker
Verfasst von Christian Reder

Die Spannung steigt! OK…bevor jetzt einige Elektro-Fachleute Kritik an dem Artikel üben…es steigt nicht die Spannung, sondern die Stromstärke, wenn Ihr den ASTEUS STEAKER in Betrieb nehmt. Der Grill bringt euren Sicherungskasten wahrscheinlich an seine Grenzen, soviel Power hat der. Ich hätte nicht gedacht, dass ein elektrisch betriebener Oberhitzegrill eine derartige Hitze abstrahlen kann und das alles, an einer ganz normalen Haushaltssteckdose! Wirklich toll, was ASTEUS hier konstruiert hat.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an die Firma ASTEUS, die völlig unkompliziert einen STEAKER für den großen Oberhitzegrill Test 2017 zur Verfügung gestellt haben. Der STEAKER ist fast doppelt so breit wie die in diesem Durchlauf getesteten, gasbetriebenen Oberhitzegrills mit EINEM Keramikbrenner. Rein von der Fläche her, wäre der STEAKER also eigentlich besser im zweiten Testdurchlauf, mit Doppelbrenner-Geräten wie z.B. dem BEEFER XL aufgehoben.

Da es aber keinen ernstzunehmenden, kleineren Elektro-Oberhitzgrill gibt, ist der STEAKER von ASTEUS schon beim ersten Testdurchlauf mit von der Partie. Schließlich gibt es viele unter Euch, die nur einen Elektrogrill betreiben können oder dürfen, sei es auf dem Balkon oder in der Wohnung. Es sollte für jeden etwas dabei sein und deshalb ist auch der größer bauende STEAKER jetzt schon mit im Spiel. Was der Stromer leistet, erfahrt ihr im folgenden Testbericht.

ASTEUS STEAKER

ASTEUS STEAKER

Lieferumfang und erster Eindruck

Der STEAKER von ASTEUS wird mit einigem an Zubehör geliefert und kommt fertig montiert bei Euch an. Ihr müsst praktisch nur kurz die Bedienungsanleitung lesen, Stecker in die ganz normale Haushaltssteckdose und los geht der Grillspaß! Im Lieferumfang des STEAKER befinden sich konkret folgende Teile:

  • Der STEAKER selbst
  • Zwei GN Schalen
  • Ein Grillrost aus Edelstahl
  • Zwei Rostheber
  • Ein Rostschaber
  • Eine Grillpinzette
  • Zwei Topflappen
  • Eine Bedienungsanleitung
  • Zwei Schlüssel, um den STEAKER einzuschalten

Wie der STEAKER genau verpackt ist und wie er bei Euch ankommt, könnt ihr detailliert in unserem ASTEUS STEAKER Unboxing nachlesen.

ASTEUS STEAKER

 

Der STEAKER macht auf den ersten Blick einen soliden Eindruck. Er überzeugt durch seine Größe und wirkt sauber verarbeitet. Die verwendeten Materialien sind hochwertig. Die Wellen im Grillrost sind mal etwas anderes und unterscheiden den STEAKER ganz klar vom geradlinigen Design der Konkurrenz. In Hinblick auf den Lieferumfang gibt es nichts zu meckern. Es liegt sogar eine Grillpinzette bei, die sich im Alltag als sehr nützlicher uns praktischer Begleiter erwiesen hat. Mit dem ebenfalls mitgelieferten Rostschaber lassen sich grobe Verschmutzungen vom Grillrost problemlos ablösen.

Verarbeitung und Qualität des ASTEUS STEAKER

Wie auf dem Bild unten gut zu erkennen, weißt der STEAKER eine sehr gefällige Form auf. Viele abgerundete Kanten und passgenaue Teile zeigen, dass da jemand sein Metallbau-Handwerk versteht. Der Grillrost passt perfekt in die Führungsschienen und die beiliegenden Gastroschalen ideal in die dafür vorgesehenen Aussparungen. Der Oberhitzegrill wirkt wie aus einem Guss und sehr hochwertig. Ein Grill, den man sich gerne auch in die Küche stellt und den man sicherlich nicht verstecken muss.

ASTEUS STEAKER

Rostführung

Die Rostführung des STEAKER besteht aus drei soliden Ebenen. Diese sind in unterschiedlichen Abständen zueinander angeordnet. Im Vergleich zur Konkurrenz sind das zwar etwas weniger Möglichkeiten, aber die kann der STEAKER anderweitig kompensieren. Bedingt durch die relativ geringe Bauhöhe ist es schwierig, Steaks im STEAKER nachziehen zu lassen. Der geringe Abstand vom Boden des Gerätes zur Hitzeqelle (die leider nicht regulierbar ist) stellt hier ein Problem dar. Dieses Problem kann jedoch umgangen werden. Beim STEAKER kann man nämlich das Gargut einfach in einer Gastroschale ÜBER dem Brenner nachziehen lassen. Da der Brenner nach oben hin isoliert ist, herrscht dort oben eine angenehme Temperatur für Euer Stück Fleisch. Dies ist übrigens bei keinem der anderen Geräte im Test möglich. Bei den Gas-Oberhitzegrills muss nämlich der Bereich über dem Brenner frei bleiben, damit ausreichend Luft zirkulieren kann und kein Hitzestau im Keramikbrenner entsteht.

ASTEUS STEAKER

Ganz besonders gut gefallen hat uns die Tatsache, dass man den Rost nicht nur komplett herausnehmen kann, sondern ihn auch nach vorne ziehen und dann leicht abkippen kann. Dank des in das Rost integrierten Hakens, fällt er in dieser Position auch nicht heraus. So kann man sein Steak problemlos wenden, ohne den Grillrost irgendwo abstellen zu müssen. Eine pfiffige und nützliche Lösung.

ASTEUS STEAKER

Inbetriebnahme

Die Zeit vom Auspacken bis zum Losgrillen beträgt beim STEAKER nur ein paar Minuten. Gastroschalen einlegen, Stecker in die Steckdose, mit Schlüsselschalter einschalten, fertig. Nach wenigen Minuten ist der STEAKER auf von uns am Brenner gemessenen, wirklich beachtlichen 750 Grad und die Party kann losgehen. Man ist beim ersten Mal wirklich überrascht, wieviel Power der Oberhitzegrill aus einer ganz normalen Haushaltssteckdose generiert.

Kein herumhantieren mit Gasflaschen, kein Feuerzeug oder Streichhölzer zum anzünden nötig. Einfach Schlüssel rumdrehen und die Höllenmaschine startet.

Auch in Innen verwendbar

Ein echtes Hammerargument für den Kauf eines STEAKER ist, dass man den Grill auch als Privatanwender in Innenräumen verwenden darf. Das hat unter den Oberhitzegrills Seltenheitswert. Fast alle Konkurrenten dürfen nur außen, oder in Gastroküchen verwendet werden. Wenn Ihr also auf der Suche nach einen Grill seid, den Ihr auch in einem Mietshaus auf dem Balkon, in Innenräumen (gerade in den Wintermonaten ein nicht zu verachtender Vorteil!) oder in Eurer Gartenlaube verwenden könnt, dann ist der STEAKER die einzig richtige Wahl.

ASTEUS STEAKER

Rostfläche

Der Rost des STEAKER besticht durch scheine schiere Größe. Mit seinen 29cm mal 22,5cm bietet er auch für größere Fleischstücke genügend Platz und ist damit annähernd so groß wie ein DINA4 Blatt. Mit 3mm ist das verwendete Edelstahl absolut ausreichend dick, um auch viele hundert Grillsessions ohne Probleme zu überstehen. Nichts biegt sich durch oder verzieht sich. Besonders gefällig ist das Wellenmuster im Grillrost, dass ein wenig an die Premium Grills der Marke Napoleon erinnern. Die beiliegenden Rostheber können von beiden Seiten angesetzt werden. Das ist sehr praktisch, weil gerade beim grillen mit rund 800 Grad, auch schon ein paar Sekunden den Unterschied zwischen knusprig braun und rabenschwarz machen können.

ASTEUS STEAKER

Toastbrottest

Dass es nicht immer nur auf de Größe, sondern  zumindest zum Teil auch auf die Technik ankommt, zeigt der Toastbrottest. Das Ergebnis unseres Tests ist auf dem Foto unten zu sehen. Es ist gut zu erkennen, dass (wie bei allen anderen, getesteten Oberhitzegrills auch!) nicht die gesamte Rostfläche auch wirklich Hitze abbekommt. Das Ergebnis kann aber dennoch als gut bezeichnet werden, da rund 65% der Rostfläche auch wirklich voll befeuert werden. Bauartbedingt werden Oberhitzegrills (wie praktisch alle Grills auf dem Markt) nie eine wirklich 100% gleichmäßige Hitzeverteilung aufweisen können.

Der STEAKER muss sich aber vor seiner gasbefeuerten Konkurrenz absolut nicht verstecken. Bei der Größe des Rosts und der gebräunten Fläche darf man aber nicht vergessen, dass der STEAKER um einiges größer ist, als seine Konkurrenz mit nur EINEM Keramikbrenner. Besser wäre wohl der Vergleich mit Doppelbrenner-Oberhitzegrills wie z.B. dem Beefer XL. Dieser Vergleich folgt dann im zweiten Testdurchlauf mit den größeren Oberhitzegrills. Der Vollständigkeit halber wollten wie unseren Lesern im Test aber auch einen Elektrogrill im Vergleich zeigen und haben deshalb mit dem STEAKER von ASTEUS das kleinste, ernstzunehmende Gerät gewählt.

ASTEUS STEAKER

Grilltest

Was wäre ein Grilltest ohne die Testvergrillung? Auch für den Test des STEAKER wurden wir wieder von www.der-ludwig.de mit ihrem großartigen Black Label Dry Aged Ribeye ausgestattet. Seht Euch die Marmorierung auf dem Foto unten einfach an. Bilder sagen mehr als 100 Worte!

ASTEUS STEAKER

Der Rost mit dem Bratgut lässt sich problemlos in den STEAKER einschieben und rastet am Ende auch ein. Der STEAKER hat im Gegensatz zu herkömmlichen Oberhitzegrills keine Rückwand. Dadurch lässt er sich bedingt sogar beidseitig bedienen. Lediglich der Rost kann nur zur Vorderseite hin entnommen werden. Laut ASTEUS möchte man mit dem nach beiden Seiten offenen Design vermeiden, dass sich im hinteren Bereich des Garraumes wesentlich mehr Hitze sammelt als vorne. Durch den breiten Garraum und den entsprechend großen Rost lassen sich auch problemlos Porterhouse-Steaks im STEAKER veredeln.

ASTEUS STEAKER

Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen und steht den Resultaten von gasbetriebenen Oberhitzegrills in keiner Weise nach. Der STEAKER verwandelt die perfekt marmorierten Ribeye Steaks in gold-braune, knusprige Fleisch-Leckerein. Wenn man bedenkt, dass man mit dem STEAKER solche Ergebnisse das ganze Jahr über auch in der eigenen Küche zaubern kann, dann ist die Anschaffung eines solchen Spezialgrills durchaus eine Überlegung wert.

Reinigung

Allgemein ist der STEAKER von ASTEUS relativ problemlos zu reinigen. Nach der Benutzung einfach den Grillrost und die beiden Gastroschalen in den Geschirrspüler und die glatten Oberflächen des Grills mit einem nassen Lappen und Spülmittel abwischen. Durch den relativ großen Abstand zwischen den leider fest verbauten Führungsschienen für den Rost, lassen sich auch diese relativ problemlos reinigen. Lediglich der Bereich im dem heraus gelaserten ASTEUS Logo im oberen Bereich des Grills ist etwas aufwändiger zu reinigen. Normal gelangt da aber auch kein Fett oder ähnliches hin, außer man verschüttet (beim herausnehmen z.B.) etwas aus der GN Schale oben.

Alles in allem ist der STEAKER gut zu reinigen. Wichtig ist, wie bei jedem Hochtemperaturgrill, dass man die Reinigung möglichst nach jeder Grillsession durchführt, damit sich beim nächsten Mal kein alter Schmutz bei 800 Grad in das Gerät einbrennt. Da der STEAKER genietet ist, lässt er sich leider nicht- beispielsweise für einen Frühjahrsputz – komplett zerlegen.

Temperaturentwicklung und Sicherheit

Die beiden Heizelemente des STEAKER liefern eine von uns gemessene Höchsttemperatur von ca. 750 Grad direkt an den Brennern und damit satte 350 Grad mehr, als für die erwünschte Maillard-Reaktion, die bereits bei 400 Grad einsetzt, notwendig wären. Damit hat dieser strombetriebene Oberhitzegrill also auf jeden Fall genügend Reserven für alle Eventualitäten.

Eingeschaltet wird der STEAKER über einen Schlüsselschalter. Man kann nur zwischen EIN und AUS wählen. Eine Temperaturwahl oder ähnliches gibt es leider nicht. Das wäre doch eine tolle Idee, für die nächste Version des STEAKER meinen wir.

Beding durch die relativ große Hitze wird der Grill nach einiger Zeit Betrieb gerade im oberen Bereich recht heiß. Man sollte also besser nicht seine Hand auf die Oberseite legen. Andererseits käme aber ja auch keiner auf die Idee, seine Hand auf das Unterteil eines Kugelgrills zu legen, nachdem dieser eine halbe Stunde lang von glühenden Kohlen aufgeheizt wurde.

ASTEUS STEAKER

Alltagstauglichkeit

Einstecken, Einschalten, Losgrillen. So einfach geht das Grillen mit dem STEAKER von ASTEUS. Kein Gas, das (teilweise) umständlich entzündet werden muss, kein vorglühen von Kohlen. Wie sein Name schon vermuten lässt, ist der STEAKER eine echte Steakmaschine und genau dafür ist er auch vorrangig gemacht und konzipiert. Für größere Fleischstücke, die man mit einem Zweitgrill oder einem Sous-Vide Gerät auf Temperatur bringen könnte, ist es zum Veredeln durch seine relativ niedrige Bauweise nur bedingt geeignet. Dafür soll er, zusammen mit dem als Zubehör erhältlichen Pizzastein, auch noch ein vorzüglicher Pizzabäcker sein. Wir werden das in späteren Zubehörtests für Euch noch überprüfen. Die Reinigung gestaltet sich relativ unkomkomplizert. Wie bei vielen anderen Oberhitzegrills auch, sollte man sich vor den Grill eine zusätzliche Edelstahlschale oder ähnliches stellen, die Fettspritzer aus dem Grill und den Fleischsaft, der herunterläuft wenn man den Rost zum Wenden des Steaks herauszieht, auffängt. Durch die beiden Aussparungen für Gastroschalen im Boden und im über den Brennern, lassen sich im STEAKER auch relativ gut Beilagen zaubern.

Preis und Bezugsquellen

Den STEAKER erhaltet Ihr direkt im Online Shop von ASTEUS und auch bei Drittanbietern wie z.B. Media Markt zum Preis von aktuell 898,- Euro. Das ist sicherlich kein Pappenstiel, aber der STEAKER ist ein stattlicher Spezialgrill in wirklich schöner Optik den man, als einen der wenigen Oberhitzegrills, bei schlechtem Wetter auch im Haus nutzen kann. Der Preis scheint fair, für das, was man an Grill bekommt.

ASTEUS STEAKER – Fazit

Den STEAKER als Elektrogrill zu bezeichnen ist schon fast eine Beleidigung. Viel mehr ist der Oberhitzegrill von ASTEUS eine kleinen Höllenmaschine, die das Maximum aus Eurer Haushaltssteckdose herausholt, um Euren Steaks eine Perfekte Kruste der Oberklasse zu verpassen. Wer sich den STEAKER ins Haus holt, sollte auch etwas Platz für ihn machen, denn er ist schon eine ausladende Erscheinung und benötigt entsprechend Stellfläche.

Er überzeugt mit einer tollen Verarbeitung und durchdachten Details, wie z.B. dem herausklappbaren Rost, der das Wenden eures Bratgutes zum Kinderspiel werden lässt. Sauber verpackt und mit einigem an Zubehör kommt der “NEUE” bei Euch an. Durch sein gefälliges Äußeres lässt sich auch sicher eure bessere Hälfte von dem “zwingend notwendigen”, neuen Grill überzeugen. Summa summarum bietet der STEAKER ein gutes Komplettpaket auf Basis eines Elektrogrills zu einen Preis, der für die Leistung in Ordnung geht.

Ob der STEAKER der ideale Oberhitzegrill für Euch ist, oder ob ein anderes Modell für Eure Bedürfnisse vielleicht besser wäre, könnt Ihr in den anderen Testberichten unseres großen Oberhitzegrill Test 2017 nachlesen.

ASTEUS STEAKER

Über den Autor:

Christian Reder

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