Tomahawk Steak

Tomahawk Steak

Das Tomahawk Steak: etwas Besonderes für Fleischfans

Tomahawk Steaks sind etwas für echte Fleischliebhaber. Richtig zubereitet schmecken sie einfach grandios. Wir sagen euch, um welches Fleisch es sich dabei handelt, wie ihr es zubereitet und welche Beilagen dazu passen.

Woher kommt das Tomahawk Steak?

Das Tomahawk Steak stammt vom Rind (meist von einem amerikanischen) und wird aus dem vorderen Rücken, also aus der Hochrippe, geschnitten. Der lange Knochen macht sehr gut deutlich, wie groß das Tier einst war. Auch das Fleisch ohne Knochen wiegt mehr, als ein normales Steak auf den Teller bringt. Es kommt leicht ein gutes Kilogramm zusammen. Die Steaks werden mit geputztem und mit ungeputztem Knochen verkauft. Letzteres gibt dem Fleisch beim Grillen oder Braten noch einen zusätzlichen Geschmackskick.

Wie sieht das Tomahawk Steak aus?

Tomahawk Steak

Tomahawk Steak

Der Name deutet es an: Durch den langen Rippenknochen und das schwere Fleischstück sieht das Tomahawk Steak aus wie ein indianischer Tomahawk. Dies war einst ein Kultgegenstand und eine Waffe der Indianer Nordamerikas. Allerdings trugen auch die Weißen Tomahawks mit sich herum, denn die Waffe konnte auch als Werkzeug eingesetzt werden. Der ursprüngliche Name stammt aus einer Algonkin-Sprache und bedeutet „Kriegsbeil“. In Friedenszeiten wurde solch ein Tomahawk im Boden vergraben, in Kriegszeiten wurde wortwörtlich „das Kriegsbeil ausgegraben“.

Andere Bezeichnungen für das Tomahawk Steak

Im Grunde genommen handelt es sich bei einem Tomahawk Steak um ein Rib-Eye-Steak mit dem kompletten Knochen der Hohen Rippe. Dieser lange Knochen macht das gute Stück teurer, ist aber für Grillfans unverzichtbar, denn er gibt dem Fleisch einen würzigeren Geschmack.

Der Geschmack des Tomahawk Steaks

Wenn das Tomahawk Steak richtig zubereitet wird, schmeckt es fantastisch. Die Kruste steckt voller Röstaromen, das Fleisch ist innen zart und zergeht auf der Zunge. Mancher erkennt hier nussige und buttrige Eigenschaften. Typischerweise kommt der Geschmack nach Rauch dazu, wenn das Steak gegrillt wurde.

Aufgrund seiner Größe und Form wird es gern als Männersteak bezeichnet. Auch der Geschmack gilt als „maskulin“. Das sollte jedoch keine Frau davon abhalten, sich ein ordentliches Stück zu sichern.

Ein Tomahawk Steak perfekt grillen

Ein Tomahawk Steak ist zentimeterdick und kann nicht so gegrillt werden, wie wir es von kleineren Steaks gewohnt sind – außer ihr wollt es sehr blutig haben. Viele Fans bevorzugen daher die Reverse-Sear-Methode oder das sogenannte Rückwärts-Grillen. Dabei wird das Fleisch zunächst langsam auf die gewünschte Kerntemperatur gebracht (rund 55 Grad, am besten mit einem handelsüblichen Fleischthermometer messen); diese liegt je nach gewünschtem Reifegrad bei 52 bis 59 Grad.

Anschließend wird es auf beiden Seiten schnell kross gebraten, damit die herrliche Kruste entsteht. Kurz ruhen lassen, dann servieren. Aber es geht auch umgekehrt: Das Tomahawk Steak wird in einem Kugelgrill erst beidseitig scharf angebraten, dann wird die Grillhitze reduziert und das Fleisch noch eine Weile in der Kugel belassen. Auch hier hilft ein Fleischthermometer, um die richtige Kerntemperatur anzuzeigen.

Übrigens: Häufig wird das Tomahawk Steak vor dem Grillen mariniert. Dazu wird es etwas eingeölt und mit Gewürzen und Kräutern nach Wunsch einbalsamiert. Jeder kennt seine Lieblingsmarinade für Steaks und kann diese auch für das Tomahawk Steak verwenden.

Das Fleisch sollte ein paar Stunden oder auch einen ganzen Tag eingelegt werden, damit die Aromen einziehen und es später schön saftig schmeckt. Wer den puren Geschmack möchte, bereitet es ohne Gewürze zu und gibt später nach Geschmack Salz und Pfeffer dazu. Auch Paprika und Kräuter schmecken hervorragend. Oder darf es Kräuterbutter sein?

Weitere Zubereitungsarten für das Tomahawk Steak

Wer das Tomahawk Steak in der Pfanne zubereiten möchte, stößt eventuell schon bei der Pfannengröße an seine Grenzen. Der Hohe-Rippe-Knochen kann recht lang sein, das Fleisch wird daher in vielen Pfannen nicht plan aufliegen. Doch für solch ein Steak sollte das Beste gerade gut genug sein. Daher empfehlen wir als Alternative zum Grillen den Backofen. Die Marinade wird aufgetragen wie gewohnt. Vielleicht probiert ihr auch einmal etwas Neues aus.

Dann ruht das Fleisch, bis die Marinade gut eingezogen ist. Anschließend wird das Steak langsam im Backofen gegart (das kann bei niedrigen Temperaturen und je nach Ofen von um die 100 Grad ein bis zwei Stunden dauern). Auch hier solltet ihr ein Fleischthermometer verwenden. Stecht dieses bis zur Mitte des Fleisches ein.

Zu dicht am Knochen werden die Ergebnisse verfälscht. Ist die Kerntemperatur erreicht, sollte das Tomahawk Steak kurz ruhen; dann wird es auf dem Grill, in der Pfanne (mit etwas Öl oder Butter) oder unter dem Ofengrill scharf angebraten, damit die Röstaromen dazu kommen. Noch einmal kurz ruhen lassen und dann servieren.

Passende Beilagen zum Tomahawk Steak

Puristen essen das Steak am liebsten ohne nennenswerte Beilagen. Es soll Leute geben, die das mehr als ein Kilogramm schwere Fleisch allein essen. Normalerweise reicht es allerdings für zwei bis vier Personen. Ganz nebenbei: Es sieht toll aus, wenn es vom Knochen aus tranchiert wird.

Diverse Buttersorten, Ofenkartoffeln und ein gemischter Salat schmecken hervorragend dazu. Auch gegrillte Tomaten und mariniertes, gebackenes Gemüse eignen sich sehr gut. Das „Übliche“, also Pommes oder Bratkartoffeln, geht selbstverständlich immer, aber diese Beilagen machen schnell satt, sodass ihr weniger Fleisch essen könnt. Und das wäre bei solch einem tollen Tomahawk Steak doch zu schade.

Wo kaufe ich ein Tomahawk Steak?

Tomahawk Steaks sind an Deutschlands Metzgertheken rar gesät. Bei einem guten Metzger eures Vertrauens könnt ihr das Steak vielleicht bestellen. Fragt einfach nach. Die meisten Anbieter finden sich jedoch im Internet.

Angeboten werden beispielsweise Angus-Rindersteaks oder irische Dry-Aged-Steaks. „Dry Aged“ bedeutet, dass das Rinderfleisch trocken abgehangen geliefert wird. Das gibt ihm einen besonderen Geschmack. Ein Tomahawk Steak ist demnach nicht besonders günstig, doch es ist auch etwas Besonderes.

Mindestens einmal im Jahr, zur Grillsaison, kann sich das hoffentlich jeder Fleischfan leisten.

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