Messerschärfer

Alles zum Thema Messerschärfer

Hochwertige Messer sind wichtige Helfer in der Küche. Zur Messerpflege gehört auch das richtige Schärfen, damit die Küchen-Werkzeuge lange ihre Aufgabe erfüllen. Dabei besteht die Wahl zwischen Wetzstahl, Schleifstein oder einem elektrischen Messerschärfer.

Dieser Artikel gibt hilfreiche Tipps zu folgenden Fragen:
– Welche Art von Schärfer ist für welches Messer am besten geeignet?
– Wie funktionieren die Schärfer?
– Was ist beim Kauf zu beachten?

Die verschiedenen Messerschärfer-Arten
Nur ein scharfes Messer kann seine Aufgabe erfüllen! Stumpfe Messer bringen nicht nur schlechtere Ergebnisse beim Schneiden, sondern können auch die Gefahr von Verletzungen erhöhen, weil ihre Anwendung dadurch erschwert wird.


Nur allzu viele Menschen verbannen stumpfe Messer in die Schublade, da sie nicht über das richtige Werkzeug zum Schärfen verfügen. Oftmals werden als Ausgleich viele günstige Messer gekauft, die dann einfach entsorgt werden. Dabei ist das richtige Messerschärfen ganz einfach: Regelmäßig und mit dem geeigneten Hilfsmittel verlängert es das Leben von Messern und spart Geld.


Im Wesentlichen gibt es drei verschiedenen Arten von Messerschärfern: Wetzstahl, Schleifstein und elektrische Schärfer. Jede Art von Messerschärfer hat Vor- und Nachteile. Und nicht jeder passt zu jedem Messer.

Der Wetzstahl

Dieser Messerschärfer hat meist die Form eines Stabs. Oft ist ein solcher Wetzstab bereits in hochwertigen Messersets enthalten. Das Werkzeug ist zum häufigen, regelmäßigen Einsatz gedacht. So stellt es sicher, dass die Klinge scharf bleibt und der Grat des Messers wieder gerade wird. Bei sehr stumpfen Messers ist das Wetzen nicht ausreichend, um es wieder scharf zu machen.


Wetzstäbe gibt es auch aus Keramik oder mit einer Diamant-Beschichtung. Keramik-Stäbe sind besonders schonend und eignen sich daher sogar für japanische Klingen. Vorteilhaft an Wetzstahl ist, dass beim Schärfen kaum Material von der Klinge abgetragen wird. Besonders für Edelstahl-Messer, die schnell an Schärfe verlieren, ist der regelmäßige Einsatz aus diesem Grund hilfreich.


Um einen Wetzstab richtig anzuwendig, bedarf es einiger Übung. Zunächst einmal ist es wichtig, dass der Stab mindestens so lang ist wie das längste Messer. Für unerfahrene Nutzer bietet es sich an, den Wetzstab abzustützen. Das Messer wird dann oben am Wetzstahl mit der Schneide angesetzt. Dabei sollte der Winkel 15-20° betragen, also befindet sich die Klinge relativ nah am Stab. Mit einer schwungvollen Bewegung zieht man das Messer dann über die gesamte Länge des Wetzstahls nach unten.

Um die komplette Schneide zu schärfen, wird gleichzeitig mit der Bewegung nach unten auch das Messer vom Ansatz des Griffs bis zur Spitze gezogen.
Dieser Vorgang lässt sich mit etwas Übung auch freihändig, also ohne Abstützen des Stabs, durchführen. Der regelmäßige Einsatz stellt sicher, dass die Messer nicht stark abstumpfen.

Der Schleifstein

Beim Schleifstein oder Abziehstein erfolgt eine intensive Schärfung, die auch für bereits stärker abgestumpfte Klingen geeignet ist. Auch dieses Werkzeug braucht einiges an Übung für den richtigen Einsatz. Generell empfiehlt es sich, einen größeren Stein zu wählen, damit er wirklich für alle Messer verwendet werden kann.


Schleifsteine unterscheiden sich im Wesentlich in ihrer Körnung. Die japanischen Abziehsteine sind meist Wassersteine, die aufgrund des Materials besonders für die harten, asiatischen Messer geeignet sind. Europäische Modelle gibt es als Wasser- oder Ölsteine. Die Körnung der Steine ist genormt: Mit den Buchstaben F (europäische Norm) und J (japanische Norm) gefolgt von einer Zahl wird die Einheit angegeben.

Dabei gilt, dass kleinere Zahlen auf eine gröbere Struktur hinweisen. Häufig hat ein Schleifstein eine grobe und eine feine Seite. Während die grobe Seite Abnutzungen und Beschädigungen ausgleicht, sorgt die feine für die Schärfe der Klinge. Die Steine werden vor der Benutzung in Wasser oder Öl getränkt. Dies macht sie zu besonders schonenden Werkzeugen, da somit eine Kühlung beim Schleifen erfolgt. Bei falscher Benutzung kann es jedoch leicht zum Brechen des Steins kommen.

Elektrischer Messerschärfer

Diese Geräte bieten für unerfahrene Nutzer einen Zeitersparnis. Der große Vorteil besteht darin, dass der Schleifwinkel durch das Werkzeug bereits vorgegeben ist und hier nichts falsch gemacht werden kann. Die Klinge muss lediglich durch das Gerät gezogen werden.

Häufig gibt es auch verschiedene Einstellungen, wie grob und fein. Dies kann bei falscher Handhabung jedoch dazu führen, dass mehr Material als nötig von der Klinge abgetragen wird. Bei zu langem Schleifen kann sich das Material auch erhitzen und dadurch verformen. Hier gilt daher die Faustregel: Lieber zu wenig als zu viel.

Diese Art von Messerschärfer gibt es ebenfalls als manuelles Gerät. Auch hier wird das Messer einfach durchgezogen. Diese Werkzeuge eignen sich besonders für unterwegs, z. B. beim Camping.

Messerschärfer kaufen: Preise vergleichen lohnt sich!

Wer jetzt das passende Werkzeug zum Messerschärfen gefunden hat, hat die Qual der Wahl. Viele Marken, häufig auch Hersteller von Messern, bieten eine Vielzahl an Schärfern an. In Online-Shops kann man sich einen guten Überblick über Ausführungen und Angebote verschaffen. Im Zweifel ist es immer sinnvoll, sich im Fachhandel beraten zu lassen.

Der große Vorteil ist, dass man oftmals die Werkzeuge vor dem Kauf selbst in die Hand nehmen kann – schließlich ist es wichtig, damit zu Hause auch wirklich gut arbeiten zu können.
Es ist in jedem Fall lohnenswert, Preise zu vergleichen. Gerade Online-Shops bieten oft tagesaktuelle Preise an und eröffnen Möglichkeiten für Schnäppchenjäger.


Auch gebrauchte Messerschärfer sind eine gute Option, wenn das Budget nicht allzu groß ist. Im Internet finden sich viele Angebote von Privatleuten, die ihr gebrauchtes Werkzeug verkaufen möchten. häufig sind diese kaum verwenden oder waren Bestandteil eines Messersets und sind selten zum Einsatz gekommen.

Gerade für Hobbyköche mit wenig Erfahrung in Sachen Messer schärfen eignet sich ein gebrauchtes Gerät sehr gut, um zunächst ein Gefühl für den eigenen Bedarf zu bekommen.

Fazit

Ob Hobbykoch oder Profi-Küchenmeister: Der richtige Messerschärfer verlängert das Leben und verbessert die Funktion von Küchenmessern. Während Wetzstahl eher für den regelmäßigen Einsatz gedacht ist, der die Schärfe der Klinge erhält, eignen sich Schleifsteine zum Ausbessern von Abstumpfungen.

Elektrische Messerschärfer sparen Zeit und sind mit etwas Fingerspitzengefühl einfach zu verwenden. Bei falscher Benutzung können sie jedoch Schäden an der Klinge herbeiführen oder zu viel Material abtragen.

Beim Kauf lohnt es sich, Preise und Besonderheiten zu vergleichen und die Messerschärfer im Handel in Augenschein zu nehmen. Auch gebrauchte Werkzeuge sind eine gute Alternative für Einsteiger.

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